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Vor fünfzig Jahren hatte keine Kultur auf
der Welt Soja auf dem Speiseplan. Dann begann man in den USA und Europa,
sie in der industriellen Nahrungsmittelproduktion zu verwenden. Heute
findet man sie in 60 Prozent aller verarbeiteten Nahrungsmittel. Fast 80
Prozent der weltweiten Soja-Produktion wird als billiges Futter für die
Rinderzucht verwendet, ein Prozess der den Regenwald zerstört. Die
Soja-Monokulturen dringen immer weiter in den letzten großen Regenwald des
Planeten vor. Die Brandrodung für die Felder gefährdet das Weltklima und
vernichtet den Lebensraum der indigenen Völker, der Pflanzen und Tiere in
den brasilianischen Urwald. 2,8 Mio. Tonnen Sojaschrot aus Brasilien werden
jährlich in Deutschland verfüttert.
Seit der BSE-Krise und dem deutschen Verbot der Verfütterung
von Tiermehl Dezember 2000 nimmt dies weiter zu. Dies hat entscheidende
landwirtschaftliche, ökologische und soziale Folgen.
Siehe Präsentation (ppt): Essen wir den Urwald auf
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