HOME

IMPRESSUM

KONTAKT

Über uns

Aktuelles

Weltladen

Mediothek

Projekte

Firmenabo

Publikation

Mitglieder

Hellweg

LIGA

LiNet

Verschiedenes

Afrika-Seminar 2010

FUgE news

Solaranlage

Konsumkritisch


Rückblick 2009

Unsere Partner

ØAbL
ØAdivasi Tee-Projekt
ØB.A.U.M.
Ødwp
ØEine-Welt-Netz-NRW
ØEl Puente

ØEric Webdesing

ØGepa

ØMediothek KK Hamm
ØNetzwerk Friedenskoop.
ØÖko Zentrum
ØSonne für die Welt
ØStadtbücherei Hamm
ØStiftung Umwelt und Entwicklung
ØTHTR-Rundbrief
ØTransFair
ØUVP-Gesellschaft
ØVerbraucherzentrale Hamm
ØVHS Hamm
ØWeltladen-Dachverband

 

Programm > Jan.-Juni / Juli-Dez. 2010 > Jan-Juni / Juli-Dez. 2009 > Jan.-Juni / Juli-Dez. 2008 > Jan.-Juni / Juli-Dez. 2007

August 2010

„Brunch“ rund um Quinua

28. August 2010, Samstag, 11-14 Uhr, FUgE-Weltladen, Widumstr. 14, 59065 Hamm
Seit 6000 Jahren ist Quinua in Südamerika ein Hauptnahrungsmittel. Fair gehandelte Quinua-Importe führen nicht nur zur Abwechslung unserer Speisekarte, sie stärken auch die Stellung der Kleinbauern in den Anbauländern. Die Pflanze gedeiht von Kolumbien bis Chile in subtropischen Höhenlagen bis über 4000 Meter, wo andere Getreideformen nicht mehr angebaut werden können. Vor diesem Hintergrund organisiert das Weltladenteam einen „Brunch“ für die Unterstützung der regionalen Vermarktung und des fairen Handels.

 

LiNet Lippstadt präsentiert BAOBAB CULTURE TROUPE

31. Aug. 2010, Di., 18.30 Uhr, Stadttheater Lippstadt,
01. Sep. 2010, Mi., 10.00 Uhr, Evang. Gym. Lippstadt
Am Dienstag, den 31. Aug. 2010 findet ab 10 Uhr durch LiNet die Vorstellung der BAOBAB CULTURE TROUPE in der Kopernikusschule Lippstadt (Landsberger Straße 9) statt. Am selben Tag ab 18.30 Uhr gibt es eine zweite Tanz- und Musik-Vorführung der BAOBAB-Gruppe im Stadttheater Lippstadt (Cappeltor 3).
Am Mittwoch, den 1. Sept. 2010 findet ab 10 Uhr die letzte Vorstellung der Baobab-Kinder-Gruppe im Ev. Gymnasium Lippstadt (Beckumer Straße 61) statt. Der Eintritt ist frei.

Die BAOBAB-Kinder-Gruppe kommt aus Cape Coast/Ghana und betreibt durch ihre Tanz- und Theaterdarbietung HIV-Prävention und den Erhalt der regionalen Kultur. Die Tanzdramen handeln von Konflikten zw. Männern und Frauen, den Religionen und den verschiedenen Stämmen, vom Wert der Bildung, von Teenagern, Schwangerschaft und Aids. Sie schärfen das Bewusstsein und schlagen Problemlösungen vor, was bei Auftritten immer wieder zu großen Diskussionen unter den Zuschauern führt.
Weitere Infos unter: www.fuge-hamm.de/netzwerk-linet.htm

 

September 2010

Eine Welt und Umwelttag „Öko + Fair ernährt mehr!“

12. September 2010, Sonntag, 11-18 Uhr, Maximilianpark Hamm
Unter dem Motto „Öko + Fair ernährt mehr!“ findet der 14. Eine-Welt- und Umwelttag am Sonntag, 11-18 Uhr im Maximilianpark Hamm statt.
Engagierte Initiativen der Weltladen-Bewegung, der Entwicklungszusammenarbeit sowie der Umweltarbeit aus der Region präsentieren ein abwechslungsreiches Programm rund um das Thema Entwicklungspartnerschaft und solidarisches Wirtschaften durch den fairen Handel sowie regionale Vermarktung.
In Podiumsgesprächen machen wir auf die regionale Vermarktung aufmerksam, zeigen mit Experten Lösungswege für eine zukunftsfähige Welternährung und diskutieren die Rolle des fairen Handels für eine gerechte Welt. In einem bunten Rahmenprogramm gibt es Live-Musik mit Pit Budde/Karibuni-Band, Zauberlehrling, eine Kletteraktion mit den "Wipfelstürmern", Fahrradparcours, Schultheater, Bastelaktionen und Circus Pepperoni. Infostände, Koch- und Mitmachaktionen behandeln Themen rund um Konsumverhalten und den Fairen Handel.
Das vorläufige Programm steht hier zur Verfügung.

Der 14. Eine-Welt- und Umwelttag wird u.a. durch die Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH (InWent - Regionales Zentrum NRW) und den Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) gefördert.

 

Klaus der Geiger, Deutschland

Klaus der Geiger – Rheinische Krätzje von einer Bühne namens Straße

14. September 2010, Dienstag, 17.30 Uhr, Lutherkirche Hamm, Martin-Luther-Str. - Eintritt frei

Schon mehrfach hat der Klangkosmos in der Vergangenheit bewiesen, dass man nicht immer in weite Fernen reisen muss, um neue Musikwelten zu entdecken - darum bleiben wir zu Beginn gleich in der Nähe. Wer hätte gedacht, dass in unserer rheinischen Nachbarschaft echte Kleinodien zu finden sind? Klaus der Geiger ist so ein rares Exemplar.

Gelernt hat er sein instrumentales Handwerk ab dem sechsten Lebensjahr. Schon früh dominiert die Violine sein Leben, das Studium an der Kölner Musikhochschule ist die logische Konsequenz. Doch das musikalische Korsett wird ihm bald zu eng, die Avantgarde erscheint als Ausweg.

Klaus studiert Komposition, lernt bei Stockhausen und geht schließlich in die USA, wo er auch mit der Hippiebewegung in Kontakt kommt. Als er 1970 zurückkehrt, nennt er sich „Klaus der Geiger“ und Violine und Latzhose werden fortan sein Markenzeichen.

Seine Musik ist eine Mischung aus Folk, Jazz, Rock und Klassik, die sich mit der uralten kölschen Volksmusik-Tradition des Krätzje-Gesangs verbindet: ad-hoc zu aktuellen menschlichen und politischen Anlässen produzierte Texte – oft in Reimform – die mit Scharfsinn und großer Genauigkeit, humorvollem Augenzwinkern und Lokalkolorit die Sicht der einfachen Leute kommentieren.

Sein Instrument ist Straßenfiedel und Konzertvioline zugleich, einmal tanzt der Bogen derb und kratzig mit harten Rhythmen über die Seiten, dann ertönen ganz exquisite Klangfolgen. Erfrischend provokant und poetisch zugleich gibt der „Asphalt-Paganini“ dem „Durchschnittsmenschen“ mit seinen Nöten und Sorgen eine musikalische Stimme, umrahmt von seinem rauen Gesang.

Im Rahmen des Klangkosmos präsentiert durch Kulturbüro Stadt Hamm, FUgE e.V., Ev. Kirchengemeinde Hamm, Künstlerische Leitung: alba Kultur Köln (Klangkosmos Programm)

 

Die Landfrage Brasiliens und die Rolle der MST mit João Pedro Stédile

17. September 2010, Freitag, 19 Uhr, VHS-Hamm, Heinrich-von-Kleist-Forum, Willy-Brandt-Platz, Hamm (direkt am Hbf Hamm)
Der MST, der Verband der brasilianischen Landlosenbewegung, gilt als eine der größten sozialen Bewegungen Lateinamerikas, hat über 400.000 Familien zu rechtmäßigem Landbesitz verholfen und bekam 1991 den alternativen Nobelpreis. João Pedro Stédile ist Ökonom, Gründer und Mitglied des Nationalkomitees von MST und einer der führenden politischen Persönlichkeiten Brasiliens. Auf Einladung von FUgE, fairPla.net und der VHS Hamm berichtet Stédile über die Monokulturen und die industrielle Landwirtschaft unter der Regierung Lulas sowie über die Ansiedlung von Landlosen und Unterstützung von Familienbetrieben durch MST.

 

Faire Woche 2010 – Fair schmeckt mir!

18. September 2010, Samstag,
10-13 Uhr, FUgE-Weltladen, Widumstr. 14, 59065 Hamm

Vom 14. bis 27. Sept. 2010 findet die Faire Woche statt. In dieser Zeit zeigt das FUgE-Ladenteam mit zahlreichen Rezepten den Genuss fair gehandelter Produkte und die Idee des Fairen Handels. Am 18. Sept. findet das Frühstück „Fair schmeckt mir!“ statt.
Weitere Infos unter: www.faire-woche.de

 

Oktober 2010

Afrika-Seminar der Hellwegregion

2. Oktober 2010, Samstag, 10-18 Uhr, VHS-Hamm, Heinrich-von-Kleist-Forum, Willy-Brandt-Platz, Hamm (direkt am Hbf Hamm)
Das Seminar für Afrika-Interessierten der Hellwegregion beschäftigt sich mit Entwicklungskonzepten und Zukunftsperspektiven des Kontinents u.a. in Tansania, Kenia und Eritrea.
Darüber hinaus wirf das Seminar einen Blick auf Südafrika nach der Fußballweltmeisterschaft 2010, ein Land zwischen Aufbruch und Stagnation. Weitere Infos unter: afrika-seminar-2010.htm

 

Loyko, Russland

Loyko – Russische „Zigeunermusik“, die tief in die Seele blickt

12. Oktober 2010, Dienstag, 17.30 Uhr, Lutherkirche Hamm, Martin-Luther-Str. - Eintritt frei

Russland ist wahrlich kein kleines Land. Die schiere Größe des Terrains ist sicherlich einer der Gründe dafür, dass vieles an traditioneller Musik Kollektivierung, Industrialisierung und Kommunismus überdauert hat. Eine dieser Traditionen ist die russische Roma- und Sinti-Musik. Und eine Gruppe, die sich damit musikalisch auseinandersetzt, ist Loyko. Loyko Sobar war ein reisender Musiker, ein russischer Geigenvirtuose des 19. Jh. – und ein Roma. Nach ihm hat Violinist Sergej Erdenko sein Trio benannt. 1990 hat er das Ensemble ins Leben gerufen – ursprünglich als „Musik-Labor“ mit nur einem Duett-Partner. Im Laufe der Zeit haben viele bekannte Musiker an seinem Projekt mitgewirkt, die die Entwicklung der Musik von Lyko beeinflusst haben.

Konstante und Basis der künstlerischen Arbeit war und ist die russische Roma-Musik. Durch Begegnungen mit anderen Musikstilen wie keltischer, traditioneller rumänischer und ungarischer Musik oder Auseinandersetzungen mit der Klassik wurde das „Basismaterial“ kontinuierlich stilistisch und klanglich erweitert. So hört man bei Loyko nicht nur russische Melancholie, sondern durchaus auch spanischen Flamenco und Klassik. Die Musik ist sehr intensiv, die Balladen ebenso wie die schnelleren Stücke. Der Zuhörer soll die Schönheit des Lebens spüren und dabei seinen Alltag hinter sich lassen. Erdenko sagt: „(…) das Wertvollste bei unserer Arbeit ist die Überkreuzung von drei verschiedenen Musikwegen – das ist für mich das Besondere an Lyko.“

Mittlerweile hat das Ensemble mehr als 10 Alben veröffentlicht, 2006 wurde Sergej Erdenko als einer der fünf besten Roma Musiker (Roma Opre) ausgezeichnet.

Im Rahmen des Klangkosmos präsentiert durch Kulturbüro Stadt Hamm, FUgE e.V., Ev. Kirchengemeinde Hamm, Künstlerische Leitung: alba Kultur Köln (Klangkosmos Programm)

 

Nachhaltige Energieversorgung und das Desertec-Projekt in Nordafrika


Podiumsgespräch über das Desertec-Vorhaben in Nordafrika

27. Oktober 2010, Mittwoch, 20 Uhr, VHS-Hamm, Heinrich-von-Kleist-Forum, (direkt am Hbf Hamm)
Mit Hilfe riesiger solarthermischer Anlagen in der Sahara soll der europäische Energiehunger gestillt werden. Die Idee erscheint umweltfreundlich aber die eigentliche Herausforderung ist hier der Maßstab: Große Mengen Wüstenstrom sollen über tausende Kilometer in ein riesiges Verbundnetz eingespeist werden, das dann bis 2050 ca.15% des europäischen Stroms aus der Sahara-Region importieren soll. Ein gewaltiges Projekt, mit dessen Dimensionen bisher noch keine Erfahrungen gesammelt werden konnten.
FUgE und VHS laden Kritiker wie Befürworter zu einem Streitgespräch über die Chancen und die Gefahren des Vorhabens in Nordafrika ein. Vertreten sind Oliver Steinmetz (Desertec Foundation), Valentin Hollain (Eurosolar) und Edgar Boes-Wenner (Genossenschaft fairPla.net).

 

November 2010

Frühstück, Tee und mehr

6. November 2010,
Samstag, 10-13 Uhr,
FUgE-Weltladen, Widumstr. 14, Hamm

Zum internationalen Tag des Tees organisiert der FUgE-Ladenteam am 6. November 2010 die Aktion „Frühstück, Tee und mehr“. Darüber hinaus zeigt der Ladenteam mit zahlreichen Rezepten den Genuss fair gehandelter Produkte des FUgE-Weltladens.

 

NRW-Länderforum Brasilien

19. November 2010, Freitag, 15-18 Uhr, Ministerium für Generation Familie Frauen und Integration,
Horionplatz 1, Düsseldorf

Das Länderforum, ein Treffen von Brasilien-Initiativen aus NRW, beschäftigt sich mit dem neo-liberalen Entwicklungsmodell Lulas und der Präsidentschaftswahl 2010.

 

Gülistan Perwer Quartett, Kurdistan

Gülistan Perwer Quartett – Lieder aus dem Blickwinkel der Frauen

23. November 2010, Dienstag, 17.30 Uhr, Lutherkirche Hamm, Martin-Luther-Str. - Eintritt frei

Ihre Volksmusiktraditionen waren und sind für die Kurden sehr wichtig, weswegen sie enge Bindungen zu ihren Ursprüngen haben. Das gilt auch für die Ausnahmesängerin Gülistan Perwer. Sie stammt aus einem Dorf in der Nähe von Urfa (kurdisch: Riha), die als Stadt des Propheten bekannt ist und sich bis heute eine besondere kulturelle, spirituelle und mythische Atmosphäre bewahrt hat.  Dort ist sie aufgewachsen und zur Schule gegangen. Im Alter von 16 Jahren heiratete sie den bekannten kurdischen Barden Sivan Perwer und war gezwungen, ins europäische Exil zu gehen – erst nach Deutschland, später nach Schweden.

1978 gab sie erste Konzerte, 1979 erschien ihr erstes Album, das ihre Stimme und ihre Texte in der kurdischen Diaspora auf der ganzen Welt bekannt machte. Nach dem Tod von Eyse San (1938-1996), der legendärsten Sängerin in der Geschichte der kurdischen Musik, wurde Gülistan Perwer als ihre legitime Nachfolgerin anerkannt und gefeiert. Sie verleiht der kurdischen Identität einen würdigen musikalischen Ausdruck – ihre Stimme hat gesellschaftliches Gewicht.

Geschichtenerzähler, Sänger und Barden sind die drei Arten traditioneller kurdischer Musikerinnen und Musiker. Charakteristisch für die Musik sind einfache Melodien, bestehend aus wenigen Tönen. Die häufigste Liedform hat zwei Strophen. Die meisten kurdischen Lieder sind Liebeslieder, daneben sind aber auch festive Lieder, Tanzmusik und Lieder zum Arbeitsalltag sehr beliebt.

Beim Klangkosmos wird Gülistan Perwer von einem Damentrio musikalisch unterstützt und präsentiert eigene Lieder aus dem reichhaltigen femininen Repertoire.

Im Rahmen des Klangkosmos präsentiert durch Kulturbüro Stadt Hamm, FUgE e.V., Ev. Kirchengemeinde Hamm, Künstlerische Leitung: alba Kultur Köln (Klangkosmos Programm)

 

Podiumsgespräch: Entwicklungs- und Katastrophenhilfe in Lateinamerika

24. November 2010, Mittwoch, 20 Uhr,
FUgE-Weltladen,
Widumstr. 14, Hamm

Hilfsorganisationen müssen sich nach den Interessen von Spendern richten, sowie nach den Bedürfnissen der Länder, die Hilfe benötigen. So gab es eine Spendenwelle 2010 für Haiti, wo die meisten deutschen Hilfswerke über wenige oder gar keine Infrastruktur für Projekte verfügen, was deren Hilfsmöglichkeiten sehr einschränkte. Der Spendenmarkt ist begrenzt und das Spendenaufkommen ist in Deutschland relativ gleichbleibend oder rückläufig. Das Geld, das für Haiti gespendet wurde, wird für andere Projekte oder Regionen weniger gespendet. Chris Hartmann (Lateinamerikareferat von terre des hommes) und Gert Eisenbürger (ila - Informationsstelle Lateinamerika) diskutieren zu diesem Thema im Auftrag von FUgE und VHS Hamm.

 

Dezember 2010

Adventfrühstück

4. Dezember 2010,
Samstag, 10-13 Uhr,
FUgE-Weltladen, Widumstr. 14, Hamm

Zum zweiten Advent 2010 organisiert das Ladenteam im FUgE-Weltladen ein faires Frühstück und zeigt dabei mit zahlreichen Rezepten den Genuss fair gehandelter Produkte.

 

Huong Thanh Trio, Vietnam

Huong Thanh Trio – Klassische Musik aus Vietnam

14. Dezember 2010, Dienstag, 17.30 Uhr, Lutherkirche Hamm, Martin-Luther-Str. - Eintritt frei

Vietnam hat von allem etwas: Westlichen Pop, Chachachá – aber auch die Oper. Cai Luong ist eine einzigartige Volkskunst: eine Form der komischen Oper, die sich unter dem Einfluss der französischen Kolonialherrschaft (1862-1954) aus den traditionellen vietnamesische Theaterstilen des Nordens – Hat Boi und Hat Cheo – sowie der Kammermusik des Südens entwickelt hat. Bis heute ist Cai Luong sehr beliebt – wenn auch die jungen Leute diese alte Tradition nicht mehr stark interessiert. Besonders faszinierend ist die Musik, mehr als 70 % der Handlung findet in Liedform statt. Das vietnamesische Lied hat sechs sprachliche Töne – so kann die gleiche Silbe eine unterschiedliche Bedeutung haben, je nach der Höhe des gesprochenen Wortes. Das erzeugt eine starke Beziehung von Individuum, Melodie und Text. Die Poesie des Textes hat eine „innere Melodie“, die von den Sängern durch Emotionen vermittelt wird.

Huong Thanh wurde in Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) geboren. Sie stammt aus einer berühmten Musikerfamilie, ihr Vater, Huu Phuoc, war einer der besten Cai Luong-Sänger. Schon im Alter von zehn Jahren begann sie selbst mit dem Cai Luong-Gesang. Im Haus ihrer Eltern waren damals die besten Sänger der Zeit zu Gast, die sich neben ihrem Vater als gute Lehrmeister für Huong Thanh erwiesen. Mit 13 studierte sie intensiv an verschiedenen Schulen für Musik und Theater, als Sechzehnjährige gab sie ihr Bühnendebüt. Nach Kriegsende zog die Familie nach Frankreich. Seitdem nahm Tanh an zahlreichen Cai Luong Aufführungen in ganz Europa mit den besten Künstlern teil. Nachdem sie mittlerweile auf verschiedensten musikalischen Pfaden gewandelt ist, kehrt sie im Klangkosmos zu ihren Wurzeln zurück.

Im Rahmen des Klangkosmos präsentiert durch Kulturbüro Stadt Hamm, FUgE e.V., Ev. Kirchengemeinde Hamm, Künstlerische Leitung: alba Kultur Köln (Klangkosmos Programm)

 

Dezember 2010

Huong Thanh Trio, Vietnam

Huong Thanh Trio – Klassische Musik aus Vietnam

14. Dezember 2010, Dienstag, 17.30 Uhr, Lutherkirche Hamm, Martin-Luther-Str. - Eintritt frei

Vietnam hat von allem etwas: Westlichen Pop, Chachachá – aber auch die Oper. Cai Luong ist eine einzigartige Volkskunst: eine Form der komischen Oper, die sich unter dem Einfluss der französischen Kolonialherrschaft (1862-1954) aus den traditionellen vietnamesische Theaterstilen des Nordens – Hat Boi und Hat Cheo – sowie der Kammermusik des Südens entwickelt hat. Bis heute ist Cai Luong sehr beliebt – wenn auch die jungen Leute diese alte Tradition nicht mehr stark interessiert. Besonders faszinierend ist die Musik, mehr als 70 % der Handlung findet in Liedform statt. Das vietnamesische Lied hat sechs sprachliche Töne – so kann die gleiche Silbe eine unterschiedliche Bedeutung haben, je nach der Höhe des gesprochenen Wortes. Das erzeugt eine starke Beziehung von Individuum, Melodie und Text. Die Poesie des Textes hat eine „innere Melodie“, die von den Sängern durch Emotionen vermittelt wird.

Huong Thanh wurde in Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) geboren. Sie stammt aus einer berühmten Musikerfamilie, ihr Vater, Huu Phuoc, war einer der besten Cai Luong-Sänger. Schon im Alter von zehn Jahren begann sie selbst mit dem Cai Luong-Gesang. Im Haus ihrer Eltern waren damals die besten Sänger der Zeit zu Gast, die sich neben ihrem Vater als gute Lehrmeister für Huong Thanh erwiesen. Mit 13 studierte sie intensiv an verschiedenen Schulen für Musik und Theater, als Sechzehnjährige gab sie ihr Bühnendebüt. Nach Kriegsende zog die Familie nach Frankreich. Seitdem nahm Tanh an zahlreichen Cai Luong Aufführungen in ganz Europa mit den besten Künstlern teil. Nachdem sie mittlerweile auf verschiedensten musikalischen Pfaden gewandelt ist, kehrt sie im Klangkosmos zu ihren Wurzeln zurück.

Im Rahmen des Klangkosmos präsentiert durch Kulturbüro Stadt Hamm, FUgE e.V., Ev. Kirchengemeinde Hamm, Künstlerische Leitung: alba Kultur Köln (Klangkosmos Programm)

 

Januar 2011

Duo Sidare, Irak / Deutschland

Duo Sidare – Purer Bagdad-Maqam

18. Januar 2011, Dienstag, 17.30 Uhr, Lutherkirche Hamm, Martin-Luther-Str. - Eintritt frei

Der Status des Irak als Wiege der arabischen Kultur und Heimat des Goldenen Zeitalters (8. und 9. Jh.) verschafft den heimischen Künsten eine unvergleichliche Glaubwürdigkeit. Saad Thamir und Bassam Hawar sind das Duo Sidare. Schon der Ensemble-Name lässt auf die Herkunft schließen: Sidare bedeutet soviel wie „Käppi“ oder „Schiffchenmütze“ – es ist eine typische Kopfbedeckung, die bis heute nur in Bagdad von den Maqam-Rezitatoren beim Musizieren getragen wird.

Thamir und Hawar wurden am Bagdader Konservatorium in der über tausend Jahre alten arabischen Kunstmusik-Tradition geschult. Sie spielen und singen im typischen Bagdader Maqam-Stil – von der UNESCO 2003 als immaterielles Weltkulturerbe auf die Repräsentative Liste aufgenommen.

Als Maqam (im Plural Maqamat) – „Modus“ - bezeichnet man Tonleitern der arabischen Kunstmusik, die aus sieben Tönen bestehen. Die Intervalle zwischen den Tönen beschränken sich dabei nicht nur auf die in der abendländischen Musikkultur gebräuchlichen Ganz- und Halbtonschritte, sondern werden zusätzlich durch Dreivierteltonschritte ergänzt. Das bedeutet eine enorme Vielfalt an Maqamat.

Der Begriff bezeichnet aber auch den Melodietyp eines Musikstückes. Einzelne Maqamat bringen filigranste Gemütserregungen zum Ausdruck: Emotionen wie Eifersucht, Trauer, Wut, Neugier, Interesse, Freude, Überraschung, Verachtung, Angst und Scham. Nicht jeder Maqam ist regional gleichermaßen gebräuchlich, da Emotionen in den verschiedenen Kulturen der arabischen Welt verschiedene Wertigkeiten und Bedeutungen haben. Von rund 150 verschiedenen Maqamat gelten 7 bis 15  als Basis-Maqamat.

Das Duo Sidare hat mit der irakischen Spießgeige Djoze und verschiedenen Trommeln (u. a. Darbouka und Riq) auch interessantes Instrumentarium im Gepäck.

Im Rahmen des Klangkosmos präsentiert durch Kulturbüro Stadt Hamm, FUgE e.V., Ev. Kirchengemeinde Hamm, Künstlerische Leitung: alba Kultur Köln (Klangkosmos Programm)

 

Februar 2011

Ti-Coca & Wanga-Nègès, Haiti

Ti-Coca & Wanga-Nègès – Kreolische Musik aus dem „afrikanischsten Land“ der Karibik

22. Februar 2011, Dienstag, 17.30 Uhr, Lutherkirche Hamm, Martin-Luther-Str. - Eintritt frei

Haiti erstreckt sich über das westliche Drittel der Insel Hispaniola – der ersten Kolonie in der Neuen Welt. Hier haben Bevölkerungsströme über Jahrhunderte hinweg faszinierendes kulturelles wie musikalisches „Treibgut“ hinterlassen. Als „Perle der Antillen“ war Haiti einst reichste Kolonie der Welt, exportierte mehr Zucker, Kaffee und Tabak als alle anderen Inseln zusammen. Der erste erfolgreiche Sklavenaufstand fand hier statt, 1804 erklärte sich das Land zu ersten unabhängigen schwarzen Nation.

Nicht nur die Trommeln des Voodoo bewahren das schwarze Erbe, auch die Rhythmen und Gesänge der lokalen Troubadoure. Einer von ihnen ist Ti-Coca. Gemeinsam mit seinen Wanga-Nègès schöpft er aus einem reichen Liederschatz, voll von untreuen Geliebten, gierigen Priestern, schrecklichen Chefinnen und guten Jägern. Sie singen für den Geist des Wassers oder für die Geister aus der alten Heimat Afrika. Ti-Coca ist ein echter Twobadou, ein Troubadour der haitianischen Kultur. Seine volle Stimme erinnert an manche der großen alten Kubaner. Wanga-Nègès heißt nicht nur seine Band, sondern auch der Kolibri, der auf Haiti Symbol der Verführung ist.

Mit Stücken von Toto Bissainthe setzen sie der Grand Dame Haitis posthum ein kleines Denkmal, erwecken aber auch spielerisch weitere alte musikalische Formen zum Leben: zum reichen Rhythmus-Repertoire der Gruppe gehört auch Konpa, eine typisch kreolische Musik aus Haiti. Im Vordergrund steht hier das Akkordeon, inspiriert von dominikanischer Merengue. Konpa-dirèk – geradeaus laufender Rhythmus – wird diese Musik genannt. Daneben werden aber auch Boleros und sogar englischer Contredanse zu hören sein.

Im Rahmen des Klangkosmos präsentiert durch Kulturbüro Stadt Hamm, FUgE e.V., Ev. Kirchengemeinde Hamm, Künstlerische Leitung: alba Kultur Köln (Klangkosmos Programm)

 

April 2011

Rosa Zaragoza, Spanien

Rosa Zaragoza – Sephardische Lieder

5. April 2011, Dienstag, 17.30 Uhr, Lutherkirche Hamm, Martin-Luther-Str. - Eintritt frei

Seit einigen Jahren erwecken (vor allem junge) spanische Musiker die vergessen geglaubte Musiktradition der Sephard wieder zum Leben. Rosa Zaragoza zählt auf diesem Gebiet zu den Pionierinnen: in ihren Konzerten widmet sie sich der Musik Andalusiens des 14. und 15. Jahrhunderts. Eine einzigartige Epoche, in der Muslime, Christen und Juden friedlich zusammenlebten und eine Blütezeit der Kultur hervorbrachten – ein leuchtendes Beispiel interkultureller Toleranz. Seit den 1980er Jahren hat sich Zaragoza mit der geistlichen und weltlichen Musik dieser Zeit auseinandergesetzt. Erstmalig trat sie 1984 als Sängerin bei „Isaac de Cec“ in der früheren Synagoge des Judenviertels von Girona in Erscheinung. Zwei Jahre später vertonte sie Texte von fünf Liedern der katalanischen Juden mit alten sephardischen Melodien – Hochzeitsgesänge, die einzigen Melodien des 14./15. Jhs., die überhaupt überliefert sind.

Sepharad ist der hebräische Name für Spanien. Sephardische Musik ist die Musik der sephardischen Juden - mit den Aschkensaim und Mizrahim bilden sie einen der drei ethnischen Hauptzweige der jüdischen Diaspora. Ihre Musik entstand ursprünglich im mittelalterlichen Spanien, vorgetragen an den Fürstenhöfen. Traditionell unterscheidet man drei Arten sephardischer Lieder: Balladen und Unterhaltungslieder, Romanzen sowie geistliche oder liturgische Gesänge. Die Texte können in unterschiedlichen Sprachen verfasst sein, u. a. Ladino oder Hebräisch für religiöse Gesänge. Die Sänger sind meist Frauen (die während der Hausarbeit singen). Instrumentale Begleitung ist kein Muss, mitunter kommen aber Perkussions- oder Saiteninstrumente zum Einsatz – beim Klangkosmos wird es eine Gitarre sein.

Im Rahmen des Klangkosmos präsentiert durch Kulturbüro Stadt Hamm, FUgE e.V., Ev. Kirchengemeinde Hamm, Künstlerische Leitung: alba Kultur Köln (Klangkosmos Programm)

 

Mai 2011

Geata, Äthiopien / Großbritannien

Geata – Traditionelle Musik mit Tanz,  „Krar“ und „Messenqo“

17. Mai 2011, Dienstag, 17.30 Uhr, Lutherkirche Hamm, Martin-Luther-Str. - Eintritt frei

Äthiopien ist eines der faszinierenden afrikanischen Länder – in musikalischer wie in jeder anderen Hinsicht. Vor gut 3.000 Jahren soll die Königin von Saba mit dem weisen König Salomo Menelik gezeugt haben, den Ur-Vater Äthiopiens. Hier soll sich die Bundeslade mit den zehn Geboten befinden, Ur-Frau LUCY hat man definitiv dort entdeckt. Das Wasser des Nil stammt zum größten Teil aus Äthiopien, genauso wie die besten Langstreckenläufer der Welt (Männer und Frauen).

Leider gehört Äthiopien aber auch zu den ärmsten Ländern der Welt, so dass in den vergangenen 25 Jahren viele Menschen nach Europa auswanderten. Die größte Gruppe hat in und um London eine neue Heimat gefunden. Und natürlich hat sie ihre reichhaltigen kulturellen Traditionen mitgebracht. Zahlreiche Musiker, Tänzer, Dichter und Schauspieler haben sich in der äthiopischen Kunstorganisation GEAT (Genna Ethiopean Arts & Theatre) organisiert, dazu gehört auch die wichtigste äthiopische Tanz- und Musikschule im Exil. Letztere wird auch vom British Council gefördert und ist als offizielle Ausbildungsstätte anerkannt.

Die Meisterschüler der GEAT bilden das Trio Geata, das im Klangkosmos traditionelles Repertoire, begleitet von Tänzen, präsentieren wird. Im Gepäck haben sie die Krar, ein in Äthiopien und Eritrea verbreitetes Zupfinstrument, mit fünf bis acht Saiten. Sie ähnelt der antiken europäischen Leier und wird mit einem Plektrum oder mit Fingern gespielt. Hinzu kommt noch eine einsaitig gestrichene Violine, die Messenqo und eine besondere Trommel, Kebro.

Im Rahmen des Klangkosmos präsentiert durch Kulturbüro Stadt Hamm, FUgE e.V., Ev. Kirchengemeinde Hamm, Künstlerische Leitung: alba Kultur Köln (Klangkosmos Programm)

 

Juni 2011

Romengo, Ungarn

Romengo – Ein neuer Klang in der Musik der Sinti und Roma

21. Juni 2011, Dienstag, 17.30 Uhr, Lutherkirche Hamm, Martin-Luther-Str. - Eintritt frei

Romengo kommen aus Budapest, sie gehören zu den Olah. So wurden die Vlach-Roma oder Walachen genannt, die nach dem Ende der türkischen Besetzung im 18. Jahrhundert aus den Fürstentümern Moldau und Walachei (das heutige Kerngebiet Rumäniens) nach Ungarn einwanderten. Oláh ist die ungarische Version des Vlach: so wurden im Ungarischen bis in die jüngste Vergangenheit die Rumänen als „olah“ und die Italiener als „olasz“ bezeichnet.

Roma waren in ihrer Geschichte nie darum verlegen, aus ihrer jeweiligen Umgebung neue Elemente in die Musik einfließen zu lassen, die dann ganz selbstverständlich zu „ihrer“ wurde – als ob ihre Vorfahren sie bereits mitgebracht hätten. Nicht ohne Grund stellte der kroatische Musikwissenschaftler Svanibor Pettan fest: „In dem Moment, wo ein Rom ein Nicht-Roma Lied spielt, wird dieses Lied … zum Roma-Lied.“

Olah-Gypsies benutzten ursprünglich nur ihre Stimmen und Haushaltsgegenstände wie Milchkannen und Holzlöffel als Instrumente, was ihre nomadische Tradition geschuldet ist. Zum traditionellen Repertoire gehören Tanzlieder und langsame, lyrische Lieder.

In diese Tradition stellt sich Romengo: Die experimentierfreudigen Musiker um die charismatische Sängerin Monika Lakatos spielen zum einen neue Kompositionen im Olah-Stil, zum anderen bringen sie aber auch innovative Interpretationen von Liedern, die schon seit Generationen in der Familie weitergegeben wurden, zu Gehör. Zum typischen Rhythmus der Milchkanne und zur ungewöhnlichen, ausdrucksstarken Stimme der Leadsängerin fügen sich Streichinstrumente und Gitarre virtuos ein und bilden so den Klang einer jungen, weltoffenen Generation von Roma-Musikern des 21. Jahrhunderts.

Im Rahmen des Klangkosmos präsentiert durch Kulturbüro Stadt Hamm, FUgE e.V., Ev. Kirchengemeinde Hamm, Künstlerische Leitung: alba Kultur Köln (Klangkosmos Programm)

 

 

 

 

>