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FUgE Positionen...
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... zur Umsetzung der
UN-Millenniumsziele in Hamm
schlägt FUgE folgenden Antrag vor:
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Bürgerantrag
von FUgE an den Rat der Stadt Hamm
FUgE
schlägt dem Rat der Stadt Hamm 2007 folgenden Beschluss vor:
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Der Rat der Stadt Hamm begrüßt die von den Vereinten
Nationen im Jahre 2000 verabschiedeten Millenniumsziele (bis 2015) für eine
bessere, gerechtere und sicherere Welt,
betont, dass sich die Verpflichtung aus der
Millenniumserklärung der UN zwar in erster Linie an die Regierungen der 189
Mitgliedstaaten richten, die die Erklärung unterschrieben haben,
äußert aber gleichwohl seine Bereitschaft, im
Rahmen seiner Möglichkeiten an der
Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele
mitzuwirken und wird in diesem Sinne prüfen, inwieweit Aktivitäten
realisiert werden können.
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Die
Begründung für diesen Antrag beruht auf der Empfehlung der UN, dass sich auch
Kommunen mit diesen Zielen identifizieren sollten. Viele Kommunen in NRW
haben inzwischen vergleichbare Beschlüsse gefasst, so z. B. Dortmund,
Gelsenkirchen, Herne, Leverkusen, Lünen, Witten und Wuppertal. Die Staats-
und Regierungschefs von 189 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen haben im
Jahre 2000 auf einem sog. Millenniums-Gipfel eine ehrgeizige Strategie
für eine neue globale Partnerschaft für Entwicklung verabschiedet und
folgende acht Entwicklungsziele definiert:
Ziel 1: Bekämpfung von Hunger und Armut weltweit
Ziel 2: Grundschulbildung für alle
Ziel 3: Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung der Rolle
der Frau
Ziel 4: Senkung der Kindersterblichkeit
Ziel 5: Verbesserung der Gesundheit von Müttern
Ziel 6: Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria und anderen Krankheiten
Ziel 7: Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit
Ziel 8: Aufbau einer weltweiten Entwicklungspartnerschaft
Die an die Kommunen gerichteten Erwartungen beziehen sich vor allem darauf,
die Millenniumsziele in der Bevölkerung bekannt zu machen bzw. mitzuhelfen,
das Bewusstsein der Bürger für diese Problematik zu schärfen. Die Weltunion
der Kommunen sowie der Europäische Rat der Gemeinden und der Deutsche
Städtetag haben den Appell der Vereinten Nationen aufgegriffen und eine
Millenniums-Erklärung der Kommunen verabschiedet, die die einzelnen Kommunen
unterschreiben und damit ihre Unterstützung für die
Millenniums-Entwicklungsziele zum Ausdruck bringen können.
Es werden in der Erläuterung zum Antrag sehr konkrete Maßnahmen genannt, die
im Handlungsrahmen der Kommunen liegen:
=> Information und Bewusstseinsbildung
=> Vernetzung und Konzentration von Aktivitäten
=> Förderung einer global denkenden und in diesem Sinne Verantwortung
übernehmenden Kommunalpolitik
=> Unterstützung der Kommunen in den Ländern des Südens
Vergleiche dazu: www.millenniumcampaign.de
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... zum Hammer Großprojekt
"Lippesee" hat FUgE
die folgende Resolution verabschiedet:
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Resolution zum Großprojekt
Lippesee:
Mitgliederversammlung des FUgE e.V. vom 10.05.06
Das
Gesamtprojekt „Hamm ans Wasser“ ist an vielen Stellen durchaus
zukunftsweisend. Auf den ersten Eindruck und mit Blick auf die von den
Befürwortern vorgelegten Broschüren scheint das Projekt Lippesee ein
faszinierendes Vorhaben zu sein, um die Lebensqualität in Hamm zu verbessern
und den Strukturwandel entscheidend voranzutreiben. Bei genauem Hinsehen
ergeben sich jedoch Vorbehalte und Widersprüche, auf die FUgE zur Bildung
einer eigenen Meinung hinweisen möchte:
1.
Stadtentwicklung
Das Projekt wird
auf Grund seiner Größe und seiner finanziellen Auswirkungen auf den
städtischen Haushalt für Jahrzehnte finanzielle Ressourcen an dieses Vorhaben
binden. Der geplante See selbst hat keine optimale Einbindung in das
Stadtbild, da er eingezwängt wird von Lippe, Kanal, Münsterstraße, Flugplatz,
Kläranlage und Deichen. Der See wird nur über Brücken und an wenigen Stellen
direkt zugänglich sein. Wohnqualität und Erholungswert stehen auf Grund der
eingezwängten Lage und des zu erwartenden Verkehrsaufkommens in Frage.
2.
Arbeitsplatzeffekte
Der Imagegewinn der Stadt könnte für Firmen unter anderem ein Grund sein,
sich in Hamm anzusiedeln. Jedoch nur wenn im Vorfeld sichergestellt werden
kann, dass der indirekte Arbeitsplatzeffekt mit 1500 neuen Arbeitsplätzen
realisiert wird, ließe sich die Investition rechtfertigen. Bei einer der
größten Einzelinvestitionen der Stadt Hamm in der Nachkriegszeit, mit all
ihren Nebenwirkungen (Umwelt, Verkehr, soziale Folgen), müssen Rat und
Einwohner genau abwägen, ob sie das finanzielle Risiko bei höchstens 60
direkten Arbeitsplätzen (Gastronomie) eingehen wollen.
3.
Finanzierung und Kosten
Bei den hohen Investitionen von 80 Mio. € und einer finanziellen
Belastung der Stadt von insgesamt 123 Mio. € in 100 Jahren sowie den zu
erwartenden Betriebskosten ist eine positive Entscheidung nur schwer
vertretbar. Da fast alle freiwilligen Leistungen im städtischen Haushalt
(Bildung, Jugend, Soziales, Kultur, Sport etc.) in den letzten Jahren auf das
absolut Notwendigste reduziert wurden, wären weitere Kürzungen zugunsten des
Lippesee-Projektes nicht zu verantworten.
4. Freizeit
Der Freizeitgewinn stellt für die Hammer Bevölkerung durchaus einen Pluspunkt
des Vorhabens dar. Zu befürchten ist jedoch eine bloße Verlagerung von
Freizeitaktivitäten aus bestehenden Einrichtungen an den See. Die neu
geplanten Freizeitangebote, z.B. Badebucht, sind größtenteils mit Kosten für
die Nutzer verbunden.
5.
Ökologie
Der Bau des Lippesees geht mit großen Lebensraumverlusten für zahlreiche
Tierarten einher, die in Flussauen leben. Die Durchgängigkeit der Lippeaue
wird für Landtiere beeinträchtigt. Das verhindert eine Aufwertung der
ökologischen Funktion der Flussaue. Es kommt zu umfangreichen und
schwerwiegenden Eingriffen in Natur, Landschaft und Wasserhaushalt. Zudem
werden Lebensräume streng geschützter Arten unwiederbringlich zerstört.
Auf der anderen Seite sollen durch die Seeplanung selbst und die vorgesehenen
Ausgleichsmaßnahmen neue Lebensräume für diese Tier- und Pflanzenarten
geschaffen werden. Die vorgesehenen Ausgleichsflächen könnten, wenigstens zum
Teil, auetypische Funktionen übernehmen. Des Weiteren ist zu hoffen, dass
benachbarte Naturschutzgebiete aufgrund der Besucherlenkungsfunktion
zunehmend beruhigt werden können.
6.
Soziale Aspekte
Es ist zu befürchten, dass sich durch finanzielle Belastungen des städtischen
Haushalts ein sozialpolitisches Ungleichgewicht einstellt, wodurch der
Bestand sozialer Einrichtungen gefährdet werden könnte.
Die derzeitigen Anlieger und Erholungssuchenden werden erheblich belastet,
insbesondere während der Bauphase und durch die diversen Freizeitaktivitäten
am künftigen See.
7.
Alternativen
... im Planungsraum Lippeaue: Ohne den Bau des Lippesees könnte der Deich
rückverlegt und gleichzeitig niedriger gebaut werden. Bei extremen
Hochwasserereignissen können mobile Schutzwände eingesetzt werden. Das wäre
auch für die Anwohner am Nordrand der Aue eine verträgliche Lösung. Diese
Öffnung eines Teils der Aue würde eine naturnahe Entwicklung stärken. Die
Lippealtarme könnten reaktiviert werden. Es entstünde ein wesentlicher
Baustein im Lippeauenprogramm. Dies wäre eine Attraktion in Innenstadtnähe und
damit ein Alleinstellungsmerkmal an der gesamten Lippe.
... für den Strukturwandel in Hamm: Eine unweltverträglichere und
kostengünstigere Alternative könnten Ausbau und Nutzung des Hammer Hafens und
des Kanals für Arbeiten, Wohnen und Freizeit sein wie z. B. erfolgreich
umgesetzt in Bergkamen-Rünthe, Duisburg und Münster.
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