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Ausleihe der Erlebnis-Ausstellung „Komm mit nach
Afrika!“
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Ein wilder Ort mit
exotischen Tieren – so stellen sich Kinder Afrika vor. Aber Afrika ist
viel mehr! Diese Ausstellung stellte die Vielfalt Afrikas vor und gibt
Einblicke in die Lebenswelt afrikanischer Kinder. Wie spielen, lernen, wohnen
Kinder in Afrika? Wie sieht ihr Alltag aus? Das Leben von Kindern in Afrika
ist so vielfältig, wie die 54 Länder dieses Kontinents selbst.
In acht Erlebnisräumen
können sich die Besucher in bestimmte Alltagssituationen von Kindern in
Subsahara-Afrika hineinversetzen und so einen Einblick in ihr Leben bekommen,
in dem es einmal nicht um Krieg, Hunger und Dürren geht, wie es in den Medien
oft dargestellt wird. Vielmehr geht es um die Vielfalt Afrikas, um die
Situation in Schule und Familie, um die Ernährung, die Tierwelt, um die
Musik, die Spiele und um Kinderarbeit. Für jeden dieser Bereiche gibt es drei
Fotostellwände (Rollups), auf denen mit Bildern und kurzen Texten über die
genannten Themen informiert wird. Zudem laden ein Riesenpuzzle, ein
Maisstampfer, afrikanische Bekleidung, Musikinstrumente, Mal- und
Bastelaktionen dazu ein, sich aktiv mit den Inhalten auseinander zu setzen.
Das pädagogische
Begleitmaterial gibt viele Ideen für Aktivitäten, die sowohl in Form von
Führungen als auch in der selbständigen Erkundung durchgeführt werden können.
Eine Reihe von Arbeitsblättern bieten Hintergrundinformationen zu den
einzelnen Erlebnisräumen an.
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Vielfalt Afrikas

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Familie und Wohnsituation

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Essen und Trinken

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Kinderarbeit

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Spiele

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Musik

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Schule

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Tierwelt

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Siehe den Ausleihflyer HIER
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Für wen ist die Ausstellung?
Familien, Kinder und
Schüler (5 bis 14 Jahre)
Ausleihkonditionen
Stellfläche: ca. 150 qm
Stellfläche
Stellwände: 24 (Rollups)
Mindest-Raumhöhe: 3 Meter
Ausleihgebühr: 300
€ pro Monat
(ab dem zweiten Monat 250 €)
Versicherungs-
und Transportkosten trägt der Entleiher.
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Pädagogisch-didaktische
Materialien werden mitgeliefert. Zusätzliche Objekte zur Ausstellung können
nach Vereinbarung zur Verfügung gestellt werden.
Wir
beraten Sie gerne bei der Planung und Durchführung!
Marcos A. da Costa Melo
Eine-Welt-Koordinator
(Hamm/Hellweg)
dacostamelo(at)fuge-hamm.de
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Siehe zur Ausstellung
„Komm mit nach Afrika!“
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=> Pressespiegel HIER
(29 MB)
=> Dokumentation HIER
(1,6 MB)
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Infos zur Ausstellung „Komm mit nach
Afrika!“ Mai-Sep. 2011 im Maxipark Hamm HIER
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Die Erlebnis-Ausstellung lud
Kinder und ihre Familien ein, die Vielfalt Afrikas zu entdecken und in die
afrikanische Wirklichkeit einzutauchen. Die Besucher machen Bekanntschaft
mit der Großfamilie, gehen in afrikanische Schulen und begegnen Kindern,
die als Straßenverkäufer arbeiten und dabei von einem Leben als
Profifußballer träumen. Afrikanische Spiele und Musikinstrumente lassen
Besucher am Leben dieser Kinder teilhaben, während eine traditionelle
Kochstelle mit vielen exotischen Lebensmitteln die Kochkultur Afrikas
lebendig werden lässt. Begehbare, afrikanische Häuser sowie ein Blick auf
die Tierwelt runden schließlich das Bild des faszinierenden Kontinents ab.
Das pädagogische Programm richtete sich besonders an Kinder im Alter von
8-12 Jahren (Klasse 3-6). Siehe Literaturempfehlung der FUgE-Mediothek:
„Länder und Kulturen Afrikas“ als Excel oder PDF

Flyer der Erlebnis-Ausstellung
im Maxipark Hamm HIER
Eine
Ausstellung von in
Kooperation mit dem und gefördert durch die 
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Kinderalltag
in Afrika - Zwischen
Fußballplatz, Klassenzimmer und Dorfbrunnen
Regina Riepe (in: FUgE-news Ausgabe 1/2010)
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Für fußballbegeisterte
Kinder und Jugendliche dreht sich in ein paar Wochen alles um die
Weltmeisterschaft – und die ist in diesem Jahr in Südafrika! Schon
seit Monaten wird darüber diskutiert, ob die Stadien fertig werden, das
Hotel für „unsere“ Nationalmannschaft auch gut genug ist und
wer von den Spielern mitfahren darf. Doch gleichzeitig wird der Blick auf
einen Kontinent gelenkt, von dem Kinder und Jugendliche bei uns nur wenig
wissen.
Bilder von afrikanischen
Bauarbeitern, die riesige Stadien bauen, finden sich genauso in den
Zeitungen wie die von Obdachlosen, die aus den Innenstädten vertrieben
werden. Es wird für Safaris in Südafrika geworben und über die Folgen von
Aids diskutiert.
Die Fußball-WM ist eine
Chance – für UNS, weil sie neugierig auf Afrika macht! Sie ist der
Anknüpfungspunkt, um nach dem Alltag von Kindern in unterschiedlichen
Regionen dieses Kontinentszu fragen:
Wie sieht es wohl in
einer afrikanischen Schule aus?
Welche Musik hören die
Jugendlichen?
Wie leben die Jungen und
Mädchen in einem afrikanischen Dorf, wie in der Großstadt?
Welche Probleme haben
sie und welche Pläne für die Zukunft?
Ausgangspunkt dieser
Fragen ist natürlich – im Sinne des Globalen Lernens – immer
das Leben der Kinder und Jugendlichen bei uns. Wenn sie „über den
Tellerrand“ in eine andere Kultur schauen, dann sehen sie auch den
eigenen Alltag mit anderen Augen und entdecken vieles, was bisher
selbstverständlich und unhinterfragt war.
Die Vielfalt Afrikas
entdecken
Manche reden über
„Afrika“ als ob es um das Münsterland ginge – dabei gibt
es auf diesem riesigen Kontinent 53 Staaten, alle Klimazonen der Welt von
der Wüste Sahara über den Regenwald des Kongobeckens bis zum
Mittelmeerklima Nordafrikas.
In Südafrika wird Wein
angebaut und die Touristen fahren zum „Whale watching“, zum
Wale gucken an die Küste. In Afrika stand die Wiege der Menschheit, darin
sind sich die Wissenschaftler heute einig. Und ohne den Rohstoff Coltan aus
den Kongo würden unsere Handys nicht funktionieren. Eine solche Vielfalt an
Kulturen, einen solchen Reichtum der Natur kann man in einem ganzen
Menschenleben nicht erforschen, geschweige denn an einem Projekttag oder in
einer Unterrichtsreihe. Was also kann nun „entdeckt“ werden?
Wer mit Staunen feststellt, dass die üblichen Urteile und Bilder über den
afrikanischen Kontinent zu sehr vereinfachen und merkt, dass man genau
hinschauen sollte, von wem in welchem Land und in welcher Situation geredet
wird, der hat schon das Wichtigste gelernt, was man über Afrika lernen
kann!
Von Kochbananen und
Jamsknollen
Während in unseren
Straßen Chinarestaurants und Mexikanische Grillstuben zur Normalität
gehören und viele zum „Inder“ genauso selbstverständlich gehen
wie zum „Italiener“, sind afrikanische Restaurants eine
Seltenheit. In Brüssel oder Paris gibt es ganze Stadtviertel voll von
Afro-Shops und Restaurants, die nicht nur Migranten zu ihren Kunden zählen.
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Doch in den meisten
deutschen Städten muss man schon eine Weile suchen, bis man Köstlichkeiten
aus Afrika kaufen und probieren kann. Es macht riesigen Spaß, mit
Grundschulkindern tropischen Obstsalat zu schnetzeln und dazu Hirse zu
kochen, weil nach anfänglicher Skepsis alle begeistert zugreifen. Noch
interessanter wird es mit Jugendlichen, die bereits verinnerlicht haben,
dass Afrika ja der „Hungerkontinent“ ist und es logischerweise
dort nichts Rechtes zu essen gibt. Vor 100 Jahren galt Afrika als Inbegriff
der tropischen Genüsse – man denke nur an die
„Kolonialwaren“! Umso spannender ist es, einmal eine riesige
Jamsknolle in der Hand zu halten, sie zu schälen, in Stücke zu schneiden
und zu frittieren.
Wenn man dazu noch eine
Soße aus Tomaten, Zwiebeln, Öl und Gewürzen macht, dann ist dieses typisch
afrikanische Essen nährstoffreich und lecker – und kommt ganz ohne
importierte Nahrungsmittel oder Konserven aus.
Ein Blick in
afrikanische Küchen wirft viele Fragen auf.
Die Beschäftigung mit
afrikanischen Lebensmitteln und der Blick in eine Dorfküche in Togo
beispielweise wirft viele Fragen auf. Oftmals köchelt dort die Soße in
einem Topf auf dem offenen Holzfeuer.
Der traditionelle Herd
besteht dabei aus drei Steinen. Die Beschaffung von Feuerholz ist eine mühselige
Arbeit – Aufgabe der Frauen und Mädchen, die stundenlang auf
Holzsuche sind. In solch einer Küche suchen deutsche Kinder vergebens nach
Wasserhahn und Spüle. Mit viel Glück gibt es einen Brunnen im Gehöft. Doch
in den meisten Dörfern legen die Mädchen Kilometer zur nächsten
Wasserstelle zurück, um Wasser zum Kochen, Waschen und Spülen zu holen. Sie
verrichten dabei schwere Arbeit – Kinderarbeit! – die keiner
als solche bezeichnet, weil diese Mithilfe im Haushalt selbstverständlich
ist. Doch anders, als wenn deutsche Kinder die Spülmaschine ausräumen oder
Staubsaugen ist diese Mitarbeit im Haushalt sehr zeitintensiv und hindert
die Mädchen daran, zur Schule zu gehen. Wie soll die Mutter all die
körperlich schwere Hausarbeit schaffen, dazu noch nach den kleinen
Geschwistern und den Alten schauen und natürlich noch die Felder bestellen?
Schule – Start
in eine bessere Zukunft oder Sackgasse?
Auch wenn Jungen und
Mädchen bei uns oft stöhnen, wenn wieder einmal eine Klassenarbeit ansteht oder
das Aufstehen morgens besonders schwer fällt – niemand könnte sich
ernsthaft ein Leben ohne Schule vorstellen. Denn Schule bedeutet ja auch,
spannende Dinge lernen, mit den Freunden auf dem Schulhof spielen und
Erfolg haben.
Obwohl in allen
afrikanischen Staaten Schulpflicht herrscht, das Schulsystem oft analog zum
englischen oder französischen aufgebaut ist und eine 7-jährige Primarstufe
vorsieht, so gehen in der Realität viele Jungen und Mädchen nicht zur
Schule.
Die Schulwege sind weit,
arme Eltern können das Geld für Hefte, Bücher und Stifte nicht aufbringen.
Und oft muss dazu noch Schulgeld gezahlt oder eine Schuluniform gekauft
werden. Wenn eine Klasse aus 80 Schülern und mehr besteht, die sich zu
viert in eine Schulbank quetschen, dann kann sich jeder ausmalen, wie
schwer das Lernen fällt. Viele Kinder scheitern und verlassen die Schule
nach einigen Jahren, ohne Lesen, Schreiben und Rechnen zu können. Man kann
sich vorstellen, dass Eltern nur selten bereit sind, Geschwisterkinder zur
Schule zu schicken, nachdem die Älteren gescheitert sind. Vor allem, wenn
zu Hause jede Menge Arbeit wartet und die Kinder als Straßenhändler etwas
Geld für die Familie verdienen könnten. Während in den großen Städten über
90 % der Kinder eine Schule besuchen und die Kinder der Ober- und
Mittelschicht selbstverständlich auf möglichst guten Schulen gehen und
vielleicht noch im Ausland studieren, wächst auf dem Lande und in der
städtischen Unterschicht eine ungebildete Generation heran. Wer nicht lesen
und schreiben kann, ist von vielem ausgeschlossen. Er lässt sich leichter
einschüchtern und wird beispielsweise vom Aufkäufer seiner Baumwoll- oder
seiner Kakaoernte genauso übers Ohr gehauen wie bei der Kreditvergabe. Und
einen einigermaßen bezahlten Job bekommt nur, wer lesen, schreiben und
rechnen kann!
„Und was sind
deine Hobbys? – MUSIK!“
Die Antwort auf diese
Frage könnte von Jugendlichen in Hamm, in Paris oder in Johannesburg
stammen. Einige meinen damit, dass sie selbst Musik machen –
vielleicht Gitarre spielen oder trommeln. Die meisten fangen dann jedoch
an, von ihren Lieblingsbands zu sprechen, Songs, nach denen man tanzen oder
abschlaffen kann, Rhythmen, die den Alltagsfrust aus dem Kopf vertreibt.
Afrikanische Musiker
haben sich seit Langem einen Platz im internationalen Musikgeschäft
erobert. Rokia Traoré, Salif Keita, Manu Dibango oder Miriam Makeba, um nur
einige zu nennen, sind internationale Stars, die nicht nur in ihrer Heimat
verehrt werden. Oft sind sie dort jedoch von besonderer Bedeutung. Miriam
Makeba hat sich für das Ende der Apartheit in Südafrika eingesetzt, Rokia
Traoré und Salif Keita singen für Toleranz und gesellschaftliche
Veränderungen in ihrer Heimat Mali. Bei uns unbekannte Rapper geben dem
Protest der Jugendlichen eine Stimme gegen eine Gesellschaft, die nur die
eigenen Pfründe verteidigt und ihnen keine Chance gibt.
Neugierig auf Afrika?
Afrika ist mehr als
Fußball, mehr als Musik oder wilde Tiere, obwohl es alles das auf diesem
riesigen Kontinent gibt. Und auf jeden Fall lässt es sich nicht auf Kriege,
Katastrophen und Korruption reduzieren. Die Fußball-WM in Südafrika ist
eine Gelegenheit, genauer hinzuschauen und das Angebot von Büchern, Filmen
und Ausstellungen rund um Afrika und den Alltag der Menschen zu nutzen.
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