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Zukunftsfähiges Lippstadt in einer globalisierten Welt

 

5. September 2009, Samstag, 11-16 Uhr, Rathausplatz Lippstadt

 

"Gemeinsam trommeln für nachhaltigen Lebenswandel  Mehr als ein Dutzend Gruppen des neuen Zusammenschlusses LiNet warben bei einem Aktionstag für Umwelt-, Friedens- und Entwicklungsziele. Infostände gabt es u.a. von Weltladen Lippstadt, Eine-Welt-Kreis Dedinghausen/Esbeck/Rixbeck, Eine-Welt-Laden Bad Waldliesborn, BUND-Lippstadt/Erwitte, UNICEF, Amnesty International, INI Lippstadt, AWO Migrationsdienst, Hammer Forum, Netzwerk für Frieden und Solidarität, ADFC, Grundschule Hörste, Familie Kolping Lippstadt. Weitere Fotos unter HIER

 

 

LIPPSTADT - Seit Computer nahezu alle Lebensbereiche durchdrungen haben, ist das Bild vom Netzwerk zu einem Modewort der Gesellschaftsbeschreibung geworden. Da trifft es sich, dass das neueste Netzwerk in der Stadt sich einen Namen gegeben hat, der wie ein Fachbegriff aus der Computerwelt klingt: LiNet. Dahinter verbergen sich Gruppen aus der Umwelt-, Friedens- und Entwicklungsarbeit, die auf ganz unterschiedliche Weise einen kleinen Beitrag zur Gestaltung der realen Welt leisten wollen. Am Samstag stellte sich mehr als ein Dutzend von ihnen mit einem Aktionstag auf dem Rathausplatz vor.

Diese Art des Netzwerkens sei nicht mit rheinischem „Klüngel“ zu verwechseln, betonte Bürgermeister Christof Sommer bei der Eröffnung. Und Susanne Wicker von der Unicef-Gruppe stellte klar: „Ziel ist es, möglichst viele Gruppen und interessierte Bürger mit einzubinden.“ Diese Gruppen einte am Samstag das gemeinsame Motto: „Zukunftsfähiges Lippstadt in einer globalisierten Welt“.

Damit konnten sich die Aktivisten der Menschenrechtsorganisation Amnesty International genauso identifizieren wie die Kinder vom Energiespar-Team der Grundschule Hörste, die heimische Gruppe vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wie die humanitären Helfer des Hammer Forums. Sie stellten ihre Arbeit in Zelten rund um den Platz vor. Die INI servierte dazu eine mediterrane Nudelpfanne, der Eine-Welt-Kreis aus Dedinghausen, Esbeck und Rixbeck Waffeln und die Kolpingsfamilie Lippstadt „Blechideen“ aus ihrem gleichnamigen Kochbuch, dessen Erlöse der Frauen- und Jugendhilfe in Mexiko zufließen sollen.

Der Tag illustrierte, dass Entwicklungsfragen viele Gesichter haben: Der BUND sammelte Althandys ein, deren Recycling-Erträge von 1,50 Euro pro Stück zur Finanzierung von Holzsparkochern in Afrika beitragen sollen. Eine-Welt-Läden aus Bad Waldliesborn und Lippstadt propagierten einen verantwortungsvollen Lebenswandel durch den Konsum gerecht gehandelter Waren. Die Initiative Lebendiges Lippstadt wiederum warb für eine nachhaltige Stadtentwicklung, die auf die Bindung von Bevölkerung ausgerichtet ist. Eine ökologische Planung hat auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club im Sinn, wenn er den Radverkehr unterstützt.

Marcos da Costa Melo vom Netzwerk FUgE aus Hamm hatte ein Liegerad mitgebracht, das zum ersten gemeinsamen Projekt des LiNet führen könnte: Er wünscht sich, dass sich Lippstädter bereiterklären, ein Jahr auf ihr Auto zu verzichten - „nicht dogmatisch“, wie er sagt, sondern um sich mit dem eigenen Lebensstil auseinanderzusetzen." (in: Tageszeitung "Der Patriot" 07.09.2009)

 

 

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